Das Logo der ehemaligen Gutleutgemeinde mit der Gutleutkirche, dem Turmkreis der Gutleuthofkirche und der Hirtenkapelle





Das ehemalige Gemeindehaus
der früheren Weißfrauengemeinde
Gutleutstraße 121
vor 1958





Trümmer der alten Weißfrauenkirche
Vom Profanbau zum Sakralbau
Die Geschichte der Gutleutkirche


Urgeschichte
Die Gutleutstraße durchzieht von der Gallusanlage aus über das Bahnhofsviertel hinweg das Gutleutvietel. Als Gutleuthofweg verband sie beginnend an dem Westtor der alten Stadtmauer den eingeschlossenen Stadtbereich mit dem Gutleuthof. Dieser „hoff der gouden louden" war ein Aussätzigen-Hospiz, das 1283 urkundlich seine Ersterwähnung fand. Goethe schreibt in Dichtung und Wahrheit über ihn: „An dem rechten Ufer des Mains unterwärts, etwa ein halbe Stunde vom Thor quillt ein Schwefelbrunnen, sauber eingefasst und mit uralten Linden umgeben. Nicht weit davon steht der Hof zu den guten alten Leuten, ehemals um dieser Quelle willen erbautes Hospital. Auf den Gemeinweiden umher versammelte man zu einem gewissen Tag des Jahres die Rindviehherden aus der Nachbarschaft, und die Hirten samt ihren Mädchen feierten ein ländliches Fest, mit Pauken und Gesang, mit mancherlei Lust und Ungezogenheit"
Dieser Gutleuthof auf dem sich auch eine Kirche und ein Friedhof befand, auf dem sich neben anderen in Frankfurt Hingerichteten auch die am 14. Januar 1772 hingerichtete Kindsmörderin Susanna Margaretha Brand, das historische Gretchen aus Goethes „Faust", ihre letzte Ruhestätte fand, gab nicht nur dem Viertel, sondern auch der seit 1880 im Viertel befindlichen Kaserne ihren Namen. Die guten Leute, nach denen das Viertel seinen Namen hat, waren einer mittelalterlichen Tradition folgend, jedoch nicht die Menschen, die sich um die Leprösen kümmerten, sondern die Leprösen selber, da sie ihren Helfern den Weg in den Himmel ebneten.

Baugeschichte der Gutleutkirche
Zum 1. April 1955 gründete sich aus der seit 1899 bestehenden Weißfrauengemeinde die Evangelische- Lutherische Gutleutgemeinde.
So wurden aus der Evangelisch-Lutherischen Weißfrauengemeinde zu Frankfurt am Main, die westlich des Baseler Platzes und der Baseler Straße von Friedensbrücke bis „Am Hauptbahnhof" wohnenden Gemeindeglieder ausgepfarrt und zu einer neuen Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde zusammengeschlossen.
Die aus dem westlichem Teil der Evangelisch-Lutherischen Weißfrauengemeinde zu Frankfurt am Main neu gebildete Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde wurde wie folgt begrenzt:
Im Osten: Baseler Straße und Baseler Platz (einschließlich ungerade, ausschließlich gerade Nummern) von „Am Hauptbahnhof" bis Friedensbrücke.
Im Süden: Mainufer von Friedensbrücke bis Gemeindegrenze Griesheim. Im Westen: Gemeindegrenze Griesheim vom Mainufer bis Bahngelände. ‘Im Norden: Südgrenze des Eisenbahngeländes von Gemeindegrenze Griesheim bis „Am Hauptbahnhof".

Die Geschichte der Gutleutkirche 2